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Schulterschluss: Bosch-Betriebskommissionen unterstützen Zuchwiler Belegschaft

Belegschaft entscheidet sich am 18.12.2013 Kampfmassnahmen einzuleiten (Bild soaktuell.ch)

Am Freitag haben sich Vertreter von fünf Betriebskommissionen aus Schweizer Betrieben des Bosch-Konzerns getroffen. Hauptthema der Tagung: Abbau von 330 Arbeitsplätzen bei der Scintilla AG in Zuchwil (SO) sowie Auslagerung der Produktion und der Produkt-Entwicklung nach Ungarn und Deutschland. Die Vertreter der Bosch-Betriebskommissionen unterstützen den Kampf gegen die geplante Auslagerung und die Forderungen ihrer Kolleginnen und Kollegen in Zuchwil voll und ganz.

Die Vertretungen der Betriebskommissionen aus den Bosch-Betrieben Bosch Packaging Systems AG (Beringen), sia Abrasives Industries AG (Frauenfeld), Sapal SA (Ecublens) und Bosch Rexroth (Buttikon) haben ihren Kolleginnen und Kollegen der Angestellten- und Betriebskommission der Bosch/Scintilla AG Zuchwil die volle Unterstützung in ihrem Kampf gegen die geplante Auslagerung zugesichert.

Insbesondere verlangen die Vertretungen ein klares Bekenntnis von Bosch zum Werkplatz Schweiz. Besorgt zeigen Sie sich über gegenteilige Aussagen des Bosch-Managers Henning von Boxberg, Chef des Bosch-Werkzeugbereichs Power-Tool. Dessen Aussage und die geplante Verlagerung des traditionsreichen Scintilla-Betriebes sorgen für grosse Beunruhigung der Betroffenen und stossen auf Unverständnis. Die Bosch/Scintilla AG in Zuchwil ist das beste Beispiel für einen innovativen und rentablen Betriebe. Dieser hat der Gruppe Bosch während Jahrzehnten viel Geld, Patente und Know-how eingebracht.

Die Vertreter der Betriebskommissionen verlangen von der obersten Bosch-Leitung nun Klarheit in dieser Angelegenheit und erinnern an die Vorzüge des Werkplatzes Schweiz. Dieser zeichnet sich durch seine Innovationsstärke, hohe Produktivität und Qualität, die Identifikation mit der Arbeit und ein grosses Know-how der Mitarbeitenden aus - dies sowohl im Bosch-internen Rating als auch im internationalen Vergleich.

Die Wut und Enttäuschung ist sehr gross. Aktuell wird die Scintilla-Petition in den vertretenen Betrieben rege unterzeichnet. Allein die Vertretung aus Behringen brachte mehr als 100 Unterschriften aus ihrem Betrieb mit.

Die Betriebskommissionsvertretungen werden solidarisch zusammenarbeiten und verlangen mit aller Deutlichkeit, dass der Abbau-Entscheid in Zuchwil entweder zurückgenommen oder im Rahmen eines einjährigen Moratoriums aufgeschoben wird, damit die ABK und die Gewerkschaft Unia gemeinsam die notwendige Zeit erhalten, um tragfähige Alternativen zu erarbeiten.

Die Betriebskommissionsvertretungen appellieren an die Bosch-Chefs - im Sinne der vom Konzern propagierten Werte der Fairness - dem seit 96 Jahren innovativen und erfolgreichen Scintilla-Werk in Zuchwil eine echte Chance und eine Zukunft zu geben.

 

»Online-Petition der Betriebsversammlung

 

»Petition der Betriebsversammlung - Unterschriftenbogen (pdf)

 


Für Rückfragen:
Jesus Fernandez, Unia-Regionssekretär-Stellvertreter
Ivano Marraffino, Unia-Sektionssekretär Solothurn